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Freiwillige Feuerwehr Daverden -

Brandschutz fängt zu Hause an!!!

Die Feuerwehr macht zwar immer Hausbesuche, doch lieber ist uns, wenn wir nicht zu Ihnen kommen müssen. Ihre Feuerwehr hilft garantiert – aber Sie können entscheidend daran mitwirken, dass Sie unsere Hilfe gar nicht erst in Anspruch nehmen müssen: Die Feuerwehren in Deutschland haben durchschnittlich dreieinhalb Millionen Einsätze pro Jahr. Jährlich sterben etwa 200 Menschen durch Brände.

Nehmen Sie sich mal einige Minuten Zeit und überdenken Sie Ihre häusliche Situation.

Gibt es Gefahrenquellen von denen ein Entstehungsbrand ausgehen kann?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihre Wohnung, Ihr Haus mit Rauchmeldern auszurüsten? Wann haben Sie sich das letzte Mal Ihren Feuerlöscher betrachtet? Ist er im Notfall überhaupt erreichbar? Wissen Sie auf Anhieb, wie man einen Notruf absetzt?

Wir haben die wichtigsten Grundsätze für Sie dargestellt:

        Gefahr durch Elektrogeräte

        Gefahr aus der Küche

        Rauchmelder retten Leben

        Feuerlöscher

        Wenn es brennt

Gefahr durch Elektrogeräte: 
Zu den großen Gefahrenquellen im Haushalt gehören nach wie vor die Elektrogeräte. Selbst von technisch einwandfreien Geräten geht eine Gefahr aus, wenn z.B. der Standort nicht geeignet ist. So sollten grundsätzlich alle Elektrogeräte gut belüftet sein. Das heißt, die im Betrieb entstehende Wärme muss entweichen können. Hierzu dienen Lüftungsschlitze im Gehäuse, die niemals verdeckt werden dürfen. Das gilt für das Mikrowellengerät in der Küche genauso wie erstrecht für den Fernsehapparat. Bei Nichtgebrauch empfiehlt es sich immer, den Standby-Schalter auf „AUS“ zu stellen. Positiver Nebeneffekt ist auch noch das Verhindern von unnötigem Stromverbrauch, also spart man auch noch Geld. 

Vermeiden Sie Kabelsalat hinter Möbeln. Noch ein Doppelstecker hier und noch ein Dreifachstecker da, um endlich alle Geräte in der Schrankwand betreiben zu können, birgt Gefahren. So können stromführende Leitungen abgeknickt werden, wodurch diese ausglühen könnten. Hierbei kann es zu Schwelbränden kommen, aus denen leicht ein Zimmerbrand und mehr werden kann. Sorgen Sie für genügend Einzelanschluss Ihrer Geräte. 

Dass Instandsetzungen bzw. Arbeiten an der hausinternen Elektroinstallation nur von kompetenten Fachleuten vorzunehmen sind, ist ja wohl selbstverständlich. 

Gefahr aus der Küche: 
Auch ein häufiger Ausgangspunkt von Bränden ist die heimische Küche. Oft werden Töpfe, Pfannen und Friteusen zu stark überhitzt. So kann sich das Bratfett schnell selbst entzünden. Was ist nun zu tun? Vor allem Ruhe bewahren, und NIEMALS WASSER ZUM LÖSCHEN. Durch den Kontakt mit Wasser entsteht eine tödliche Stichflamme.

Feuerwehr Daverden

So eine tödliche Stichflamme entsteht beim Versuch brennendes Fett mit Wasser zu löschen

Versuchen Sie statt dessen den Topf abzudecken. Hierzu eignet sich ein Topfdeckel, Backblech, o.ä. Besonders zu empfehlen wäre hier natürlich eine Löschdecke, die im Notfall im ganzen Haus Verwendung finden könnte. Achten Sie auf brennbare Gegenstände, die auf das Kochfeld ihres noch heißen Herdes geraten. Haben Sie immer ein Auge auf eingeschaltete Geräte (Kaffeemaschine, Toaster, usw.)

Rauchmelder retten Leben: 
Wussten Sie, dass die meistens Opfer eines Brandes durch Rauchgasvergiftung zu beklagen sind? Gerade nachts ist die Gefahr besonders groß. Der im Abfallbehälter ausgeleerte Aschenbecher schwelt dort weiter, wird immer umfangreicher und verbreitet tödliche Rauchgase. Für die schlafenden Anwohner eine unbemerkte Lebensbedrohung. Informieren Sie sich im Fachhandel über Rauchmelder. Sie sind kinderleicht zu installieren, kosten unter 20,- €, sind Batteriebetrieben und retten vielleicht einmal Ihr Leben und das ihrer Familie. 

Feuerlöscher: 
Ebenso einfach ist der Umgang mit dem Feuerlöscher. Schauen Sie sich einmal ihren Löscher an. Die Hinweise zur Benutzung kann man sich leicht einprägen. So vergeht im Notfall nicht zu viel wertvolle Zeit. Grundsätzlich gilt: 

Es gibt vier verschiedene Brandklassen. Auf jedem Feuerlöscher sind folgende Symbole zu erkennen, die erklären für welche Brandklassen der Löscher geeignet ist. Oft ist der Löscher für mehrere Brandklassen geeignet. 

A

Brandklasse A: brennbare feste Stoffe
 (z.B. Holz, Textilien, Papier, usw.) 

B

Brandklasse B: brennbare flüssige Stoffe 
(z.B. Benzin, Öl, Spiritus, usw.) 

C

Brandklasse C: brennbare gasförmige Stoffe 
(z.B. Propangas, Stadtgas, Acetylen, usw.) 

D

Brandklasse D: brennbare Metalle 
(z.B. Aluminium, Magnesium, usw.) 

So geht man vor, wenn man einen Feuerlöscher benutzen muss:

 

Zuerst entfernt man den Sicherungsring, der verhindern soll, dass das Treibmittel den Löscher ungewollt unter Druck setzt (aktiviert). Das Treibmittel sorgt im Betrieb dafür, das das Löschmittel mit Druck aus dem Feuerlöschergehäuse gesprüht werden kann.
(Im Prinzip, wie bei einer Spraydose)
Die Sicherungsvorrichtungen können auch von anderer Bauart sein
(Bügel, Griffe, o.ä.)

 

 

Durch herunter drücken, bzw. einschlagen des Sicherungsbolzens wird der Löscher aktiviert. D.h. das innen vorhandene Treibmittel gelangt in das Löschmittel, um es aus dem Löscher zu transportieren.

 

Vorne am Schlauch ist ein Betätigungshebel, mit dem man das Löschmittel dosiert abgeben kann.

 

Anmerkung: Ausführungen und Aussehen von Feuerlöschern können natürlich vielfältig abweichen.
Das Funktionsprinzip ist aber bei modernen Löschern immer das gleiche!

 

Feuer in Windrichtung angreifen! Stoßweise löschen! 

Flächenbrände von vorne beginnend angreifen! Stoßweise löschen! 

Tropf und Fließbrände von oben nach unten löschen! Stoßweise löschen! 

Genügend Löscher auf einmal einsetzen – nicht nacheinander! Stoßweise löschen! 

Vorsicht vor einer Wiederentzündung! 

Gebrauchte Löscher neu befüllen lassen!

 

Wenn es brennt: 
Kommt es doch einmal zu einem Feuer – Ruhe bewahren. Veranlassen Sie, dass auch Ihre Mitbewohner das Gebäude verlassen. Denken Sie daran, dass Kinder sich bei Gefahr verstecken. Setzen Sie den Notruf  „112“ ab. Erst dann sollten Sie eventuell einen eigenen Löschversuch unternehmen- aber spielen Sie nicht den Helden. Zu schnell entstehen giftige Rauchgase, die Ihre Gesundheit gefährden.  

Zum Anruf bei der Feuerwehr eignen sich übrigens auch alte Handys, vorausgesetzt natürlich der Akku hat noch Energie. Ansonsten braucht man keine Karte oder Freischaltung- nicht einmal die Geheimnummer. 

Für den Notruf gilt: 

1 1 2  wählen! 

WO ist es passiert? 

WAS ist passiert? 

WER ruft an? 

WARTEN auf Rückfragen! 

 

 

Dieses waren nur einige ganz knapp gehaltene Hinweise zum vorbeugenden Brandschutz für zu Hause. Möglicherweise haben Sie noch tausend Fragen. Wenden Sie sich ruhig an Ihre örtliche Feuerwehr. 

Wir beantworten lieber Ihre Fragen, als dass wir bei Ihnen löschen. 

Wir sind immer für Sie da – Ihre Feuerwehr!